Mein Name sei Kyrill … Teil 25 Textbeitrag

Siggi spricht
Was blieb mir anderes übrig, als wieder mal gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Als Nora und Mike verschwunden waren, nahm ich mir das Textblatt vor und las:

Konsequenzen aus dem Turgoteffekt. Die Kernpunkte der Vorlesung noch einmal zusammengefasst:
Die globalisierte Welt ist – heute – der Turgotsche Acker. Es gibt nur diesen einen Acker, genannt Erde. Er hat eine fest umrissene, nicht erweiterbare Fläche. Seine Bewirtschaftung folgt dem Ertragsgesetz von Turgot. Im Maximum sind alle Möglichkeiten zur Ertragssteigerung ausgeschöpft.

Auf dem Weg zum Maximum sind zusätzliche Erträge nur noch möglich, wenn der Arbeits- und Materialeinsatz (Input) überproportional gesteigert wird. Das heisst, man muss immer mehr Input (Arbeitseinsatz, Energie Rohstoffe) einbringen, um ein (immer kleiner werdendes) Mehr an Output, sprich Sozialprodukt, zu erzielen. Das gleicht dem Turgot’schen Beispiel von der Spiralfeder. Auch sie muss mit immer mehr Gewichten belastet werden, um sie ein gleichgrosses Stück weiter zusammenzudrücken.
Folgt man diesem Erklärungsansatz, heissen die zentrale Fragen:

Lässt sich der Verlauf des Ertragsgesetzes auf die Erde als Ganzes übertragen?

Wenn ja, wo befinden wir uns, bzw. die Erde derzeit auf der Turgotschen Kurve?
Sind wir bereits in der Nähe, womöglich schon jenseits des Maximums, der Situation also, in der Erträge trotz vermehrtem Mitteleinsatz absolut rückläufig sind?

Wenn dem so wäre, folgt daraus die Widersprüchlichkeit des Turgoteffekts:
Eine Steigerung der Erträge ist nur noch durch Verminderung des Arbeits- und Mitteleinsatzes möglich.

Diese, undgewöhnliche, beinahe paradoxe Aussage ‘Vermindere den Input und du steigerst den Output’ hätte enorme Konsequenzen für unser Wirtschaftssystem, und zwar auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene.
Aber Achtung: Eine modellgerechte Reduktion des Arbeits- und Mitteleinsatzes würde zwar erwartungsgemäss wieder zu steigenden Erträgen führen, liefe aber Gefahr, dass danach erneut versucht werden könnte, die Erträge über eine Steigerung der Inputfaktoren wieder zu erhöhen. Womit das Ganze von vorne losginge. Die Dinosaurier hätten sich in den Schwanz gebissen, die Welt hätte nichts gewonnen.

Welche Schlussfolgerungen sind daraus zu ziehen?

Nora spricht
Auf einmal ahnte ich, wo ich Vinzenz suchen musste. Die Burg, an deren Mauer wir so oft gesessen hatten. Wenn, dann ist er dort und leckt seine Wunde namens Nora. Meine kühle Ironie erstaunte mich selbst. So ist das. Auf keinen Fall wollte ich der Panik nachgeben, die sich in mir breit zu machen drohte.
So dachte ich und einiges mehr, das sich nicht so unterkühlt anfühlte, als ich den Waldweg entlanglief, mit einem wenig erbauten Mike im Schlepptau, der widerwillig hinter mir her trottete.
Ganz unrecht hatte er mit seiner Warnung nicht. Mir war keineswegs wohl zu Mute, den heulenden Wind über mir und die bedrohlich schwankenden Bäume um mich herum. Aber zurück wollte ich auf keinen Fall. Die Ahnung, die mich hierher geführt hatte, trieb mich vorwärts. Dass sie nicht trog, zeigte sich bald.
Dabei war nicht einmal ich es, es war Mike, der das richtige Auge hatte. Nach wenigen hundert Metern stiess ich auf zwei umgestürzte Bäume, die den Weg versperrten. Auch das noch, schimpfte ich, und versuchte, mich durch das Astgewirr hindurchzuarbeiten. Als ich es endlich geschafft hatte, eilte ich weiter. Um ein Haar hätte ich Mikes aufgeregtes Rufen überhört.
Nora warte, hier ist was!
Als ich nicht reagierte, brüllte er: Nora, nun warte doch, hier liegt jemand.
Jetzt reagierte ich sofort und wühlte mich wieder durch das Astgewirr zurück.
Tatsächlich, unter den Zweigen waren die Konturen einer Gestalt zu erkennen, die fast vollständig mit Laub zugedeckt war. Der Schreck fuhr mir in die Glieder, als wir sie freigelegt hatten.
Vinzenz!
Wie tot lag er da, bleich, blutig, die Arme ausgestreckt. Ich kniete mich neben ihn, berührte mit den Fingerspitzen seine Wange. Ich glaubte noch Wärme zu spüren.
Er lebt noch, rief ich, Mike, wir müssen Hilfe holen. Sofort! Bitte, ruf die Klinik an, die sollen den Rettungshelikopter schicken.
Mike stand mit hängenden Armen da.
Mein Handy …
Was, rief ich entsetzt, du hast dein Handy nicht dabei? Jetzt wo du es einmal wirklich sinnvoll einsetzen kannst!?
Einen Augenblick stand ich da, unfähig einen klaren Gedanken zu fassen. Dann löste sich die Erstarrung. Ruhig sagte ich zu Mike: Mike, bitte, du läufst jetzt zum Auto und fährst runter in den Ort. An der Kirche ist eine Telefonzelle, da kannst du anrufen. Dann komm bitte zurück und fahre zum Haus, bleib dort. Wenn der Hubschrauber kommt, musst du ihn einweisen.
Ich sagte ihm noch schnell die Adresse, um sie dem Rettungskommando durchgeben zu können.
Bitte beeil’ dich. Ich glaube nicht, dass wir noch viel Zeit haben. Ich warte hier.
Und, als er losrannte: Auch die Feuerwehr alarmieren, nicht vergessen! rief ich hinter ihm her.
Er hob die Hand zum Zeichen, dass er verstanden hatte.
Eine Zeit lang schaute ich ihm nach. Ein Glück, dass er mitgekommen ist. Wenn man ihn braucht, ist er da, dachte ich, das muss man ihm lassen.

Siggi spricht
An der eingetretenen Stille, die immer noch anhielt, merkte ich, dass das Papier eine gewisse Wirkung ausgelöst hatte. Ich schaute herum, aber niemand schien Lust zu haben, sich als erster äussern zu wollen. Also las ich weiter:

Das Plateau als Lösung! Was wir brauchen, ist – statt weitere Steigerungen – ein Plateau!

Was ist darunter zu verstehen?
Spätestens nach Erreichen des nationalen Maximums (besser bereits vorher) sollten die Volkswirtschaften der Länder so gesteuert werden, dass das Weltsozialprodukt – die BSP- Summe aller Länder – nicht weiter steigt, sondern in jedem Jahr nur noch zu einem (im Idealfall) etwa gleich hohen Ergebnis führt. Zumindest sollte ein eventuelles Wachstum so weit reduziert werden, dass der Mehrverbrauch an Energie und Rohstoffen allein durch Verbesserung der Ressourceneffizienz, also durch schonenden und nachhaltigen Umgang mit den lebenswichtigen Grundstoffen, ausgeglichen werden kann, der Saldo mithin gegen Null tendiert.

Das bedeutet konkret (vor allem für die wirtschaftlich entwickelten Staaten):

- keine rein quantitative Wachstumsmaximierung mehr;
- Beschränkung der (freien) Konkurrenz, um eine ungebremste quantitative Grössenzunahme zu verhindern, weder einzelbetrieblich, gesamtwirtschaftlich noch weltwirtschaftlich;
- Wachstum nur noch qualitativ zulassen, zur Erhaltung, Sicherung und Verbesserung der Qualität des Lebens;
- Effizienzsteigerungen nur insoweit zulassen, als damit Einsparungen an Ressourcen- und Energieverbrauch verbunden sind
- Förderung beschäftigungsintensiver Produktionsverfahren, um zusätzliche Arbeitsplätze aufzubauen

Um eine Stabilisierung des Sozialprodukts aller Volkswirtschaften (als Durchschnittswert) auf dem bis dato erreichten Niveau zu erreichen, wäre eine Zertifikatlösung (ähnlich wie bei Schadstoffemissionen) denkbar. Der Staat vergibt ‘Wachstumszertifikate’: Unternehmen, die an Grösse zulegen wollen, müssen entweder nachweisen, dass sie an anderer Stelle Kapazitäten abbauen oder Wachstumszertifikate von anderen Unternehmen erwerben, die bereits abgebaut haben bzw. nicht an Grösse zulegen wollen. Auf diese Weise ‘lohnt’ es sich, nicht nur Produktionskapazitäten durch Verkauf von Zertifikaten zu reduzieren, sondern auch generell auf betriebliches Wachstum zu verzichten. Zugleich würde eine unkontrollierte Grössenzunahme einzelner Unternehmen (weil teurer geworden) erschwert.

Des weiteren sollten sich die unterschiedlich hohen Plateaus der einzelnen Volkswirtschaften auf lange Sicht einander annähern.
a) durch sukzessive Anhebung der niedrigeren Niveaus,
b) durch behutsame Absenkung der Spitzenniveaus
ein weltpolitisches Annäherungsprozedere, das sich, wenn überhaupt, nur langfristig realisieren liesse.

Ein Kompromissvorschlag, der schneller zum Erfolg führen könnte:
Hilfsweise wäre denkbar, statt prozentualen Wachstumsraten – die ja zu absolut immer höheren Zuwächsen führt – nur noch absolute Wachstumsgrössen anstreben, bzw. vorzugeben, also ein fixer Ausgangswert als ‘erlaubte’ jährliche Zunahme über einen längeren Zeitraum hinweg.
In einem zweiten Schritt könnten diese Werte Schritt für Schritt abgesenkt werden, bis sie den Wert null erreichen.
In einem dritten Schritt könnten sie – für die wohlhabenden Industrieländer – negative Grössenordnungen annehmen, um die unterschiedlich hohen Plateaus der Länder einander anzugleichen.

Das alles klingt sehr theoretisch, um nicht zu sagen utopisch. Ein solches Plateaumodell würde derzeit kaum jemandem gefallen.
Aber was wäre die Alternative?
Unbestreitbar ist: Einfach weitermachen wie bisher ist die schlechteste (wenn auch bequemste) aller Handlungsalternativen.

Das Fernziel wäre eine Post-Wachstums-Ökonomie, die ein neues Denken über Produzieren und Konsumieren zum Inhalt hat.

Als praktische Handlungsmaxime sei nur ein Beispiel genannt, das Konzept ‘Cradle to Cradle (C2C)’: Von der Wiege zur Wiege = Konzept der sich endlos wiederholenden Materialzyklen; Produkte so herstellen, dass sich die verwendeten Materialien immer wieder für neue Produkte derselben oder anderer Art wiederverwerten lassen. Darin eingeschlossen schadstoffarme, rückstandfreie Produktion. Zum Beispiel Kraftfahrzeuge schon in der Entwicklungsphase so konzipieren, dass alle Einzelteile trennbar und wieder verwertbar sind.
Eine Fülle von Vorschlägen bietet die einschlägige Fachliteratur.

Unabhängig von solchen, zum Teil noch visionär anmutenden Konzepten sollten wir uns ganz allgemein fragen:
Wäre es wirklich ein Problem, wenn wir uns aus Einsicht auf den Lebensstandard beispielsweise von vor zwanzig oder dreissig Jahren zurückfallen liessen? Wäre das nicht vergleichbar mit dem zu gross gewordenen Herzen eines Langstreckenläufers, das nach Beendigung seiner sportlichen Laufbahn auch auf ein gesundes Mass zurücktrainiert werden muss. Ginge es uns dann nicht immer noch besser als den meisten Menschen auf der Welt?
Im Übrigen, wo wäre das Problem, wenn wir auf etwas verzichteten, von dem wir noch gar nicht wissen, dass es dieses Etwas einmal geben wird? Wer träumte vor dreissig Jahren vom PC oder vom Handy? Haben wir vor zwanzig Jahren das Internet vermisst? Vermissen wir heute ein Produkt, eine technologische Innovation, die es erst in zwanzig Jahren geben wird? Und: Dürfen wir weiterhin blind darauf vertrauen, dass Neuerungen stets nützlich für alle und für niemanden schädlich sein werden?

Wir sollten darüber nachdenken – nicht nur hier im Hörsaal!!

Nora spricht
Ich fühlte mich auf eine entrückte Art ruhig, fast gelassen. Nein, gelassen ist das falsche Wort. In mir war es still, eine Leere, als sei alles Fühlen erloschen. Den Sturm, der jetzt etwas nachzulassen schien, nahm ich kaum mehr wahr. Ich kniete neben ihm, schaute auf den schrecklich zugerichteten Körper. Dieser unwiderstehliche Mann – und jetzt so hilflos.
Nur noch ihm nahe sein wollte ich. Ihm wenigstens jetzt etwas von dem geben, wonach er sich so sehr gesehnt hatte. Ich kauerte mich zu ihm auf den Boden, legte mich neben ihn. Ganz eng, so wie er es sicher gerne gehabt hätte. Ein Gefühl des Eins seins mit ihm überkam mich, aber auch der Verlorenheit …
Ich weiss nicht, wie lange ich so gelegen habe. Wald, Bäume, Zweige, Blätter, Laub, Vinzenz, alles um mich herum versank in eine sich verdunkelnde Unbestimmtheit. Ich musste eingeschlafen sein…

Plötzlich sah ich ein Lächeln in seinem Gesicht.
Da bist du ja, sagte er, und lächelte mich an.
Ich dachte schon, ich müsste die ganze Zeit hier alleine verbringen. Rück’ noch ein bisschen näher zu mir. Mir ist kalt. Ich möchte deine Wärme spüren.
Das Laub ist weich wie meine Lagerstatt, nicht wahr? fragte er und schaute mich an, als fürchtete er, sie könnte mir nicht gefallen.
Ja doch, es ist angenehm, stimmte ich ihm zu. Wie fühlst du dich, hast du Schmerzen?
Nicht gerade eine intelligente Frage, dachte ich. Er schwieg eine Weile.

Wie fühlst du dich, fragte er zurück. Ich meine, nachdem du diese unsäglich langweilige Vorlesung hinter dich gebracht hast.
Das nenne ich compliments fishing, rief ich aus. Deine Vorlesung war alles andere als langweilig, glaube mir, niemand hat das so empfunden. Bei uns war heute Morgen der Teufel los. Die sitzen jetzt noch da und diskutieren dein Papier.
Du meinst, da ist etwas rübergekommen? Haben sie die Idee vom Turgoteffekt akzeptieren können?
Vielleicht nicht alle, die meisten sicher. Leider waren deine Pro-Anhänger nicht sehr gut vorbereitet. Sie hatten sich darauf verlassen, dass du …
Okay, unterbrach er mich, sie konnten ja auch mit meiner Unterstützung rechnen, diese Schlitzohren. Das entbindet sie aber nicht … Ja, sehr unschön, wirklich dumm, dass ich nicht dabei sein konnte. Ich hatte extra ein Skript ausgearbeitet, das ich verteilen wollte. Die Konsequenzen aus dem Turgoteffekt, verstehst du?
Das Papier mit dem Plateau, meinst du? fragte ich.
Ja, das Papier mit dem Plateau, aber woher weisst du …?
Das hat Siggi in deiner Tasche gefunden und verteilt. Ich habe es nur überfliegen können. Danach bin ich sofort los, um nach dir zu suchen.
Oh, der gute Siggi, auf ihn kann man sich verlassen. Wie gut, dass er daran gedacht hat …

Er hielt inne, schaute starr nach oben. Dann fragte er: Wie fandest du die Idee von dem Plateau, auf das die Volkswirtschaften zusteuern sollten? Statt sich weiter in Wachstumskämpfen zu ergehen und die Erde bis zum geht nicht mehr zu schröpfen.
Er schaute mich gross an, als erwarte er tatsächlich eine Antwort.
Merkwürdig, über was man alles reden kann in einer Situation wie dieser, dachte ich. Ob alle Professoren so sind, immer nur ihre Vorlesung im Kopf?
Dass ich das alles sehr theoretisch fand, das konnte ich ihm jetzt nicht sagen. Ob er glaube, hätte ich ihn dann zum Beispiel fragen müssen, dass sich alle sieben Milliarden Menschen auf der Welt auf so ein diffiziles Modell einlassen würden? Ob er wirklich glaube, dass ein sich selbst organisierendes Wirtschaftssystem wie der Markt sich auf derart interventionistische Weise in den Griff bekommen liesse? Ich fürchte, die sieben Milliarden Menschen würden sich stattdessen eher gegenseitig zerrupfen. Aber das konnte ich ihm nun wirklich nicht sagen.

Auf einmal geschah etwas Unglaubliches, ein Wunder. Als seien es Federn drückte Vinzenz die Zweige beiseite und schob mit einem kräftigen Ruck den Baumstamm von sich. Ich staunte. Stark ist er also auch, dachte ich verblüfft.
Dass du noch so viel Kraft hast, sagte ich und strahlte ihn an.
Vinzenz drehte sich zu mir, schlang seine Arme um mich mit einer Leidenschaft, die meine Bedenken wie Spreu hinwegfegen liessen.
Ja, ich will mit dir leben, sagte ich, jetzt fest entschlossen.
Ich bin der glücklichste Mensch der Welt, rief er, alle guten Geister dieses Waldes und du, mein Sturm Kyrill, ihr habt es gehört. Nora liebt mich, sie will mit mir gehen. Aber wohin denn? Gleichwie, sie soll es nie bereuen.

Komm Nora, wir wollen aufbrechen, rief er mit breitem Lachen. Er erhob sich und streckte mir beide Hände entgegen. Liebste, komm, beginnen wir unser gemeinsames Leben, ich mit dir, du mit mir… In seinen Augen das verführerischste Glitzern, das ich je an ihm gesehen habe.
Er zog mich hoch und sagte in gespielt feierlichem Ton: Geliebte Nora, lass uns nach Hause gehen und den Bund perfekt machen.
Übermütig wirbelte er mich hoch und trug mich auf den Armen zurück zu seinem Chalet.
So schnell konnte ich gar nicht nicken, wie er mich, seine Lippen an meinem Ohr, fragte: Nora, willst du meine Frau werden?
Ich drückte mich fest an ihn.
War das ein Ja, fragte er?
Ja, ja, ja, rief ich, ja, ich will …

Ein immer lauter werdendes Motorengeräusch schreckte mich hoch. Was ist los? Wieso liege ich, wieso liegen wir immer noch unter dem Baum? Vinzenz und ich, wir wollten doch gerade …
Knapp über den Wipfeln schwebte ein Hubschrauber heran, verharrte knatternd über uns. Durch die Bäume sah ich eine wild gestikulierende Gestalt im Laufschritt auf uns zukommen: Nora, Nora …!
Neben mir lag Vinzenz. Er sah friedlich, beinahe heiter aus, als habe er einen erlösenden Traum gehabt. Über mir das Gedröhne der Rotoren, das sich auf disharmonische Weise mit dem Rauschen in den Baumwipfeln vermischte.

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